Monsignorina - Gudrun Sailer
Die deutsche Jüdin Hermine Speier im Vatikan
In dieser fundierten und fesselnden Biografie schildert Gudrun Sailer das Leben Hermine Speiers (1898-1989)
Farbe: nicht zutreffend
Autor: Gudrun Sailer
Verlag: Aschendorff
Veröffentlichungsdatum: 2015
Seitenanzahl: 382
ISBN: 9783402130797
Buch Typ: hardcover
Genre: Romanhafte Biografien Biographien, Autobiographien Biography & Autobiography Biography
Sprache: Deutsch
Thema: Belletristik und verwandte Gebiete Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Autobiografien: allgemein Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft Biografien: allgemein
Sie ist eine der ersten weiblichen Angestellten im Vatikan überhaupt, sie ist Deutsche, und sie ist Jüdin: Hermine Speier (1898–1989), eine promovierte Archäologin aus Frankfurt am Main. Nach dem Studium in Heidelberg, wo sie mit dem Kreis um Stefan George in Berührung kommt, geht sie nach Königsberg und 1928 nach Rom ans Deutsche Archäologische Institut. 1934, ein Jahr nach der Machtergreifung Hitlers, verliert sie dort bereits ihre Stelle. Noch im selben Jahr tritt sie als Fotothekarin in den Dienst des Vatikans. Drei Päpste, ein regierender und zwei zukünftige, schützen die deutsche Jüdin vor Verfolgung der kommenden Jahre. In diesen entscheidenden Zeit ist Hermine Speier mit einem italienischen Nationalhelden verlobt: General Umberto Nobile, Luftschiff-Konstrukteur und Nordpolerforscher. Als seine jüdische Freundin vor dem Besuch Adolf Hitlers in Rom 1938 in „Schutzhaft“ gerät, kann er sie nach einem Tag befreien. 1939 tritt Hermine zum Katholizismus über, Pius XII. schickt ein Glückwunschtelegramm. Nobile ist Taufpate, aber heiraten wird er sie später nicht. Als der Krieg vorüber ist, bleibt Hermine Speier den Päpsten als Arbeitgeber treu bis zu ihrer Pensionierung.
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